BAUHERR   Stadt Pfullingen
BRUTTO-GRUNDFLÄCHE (BGF)   3.080 m2
STATUS   Fertiggestellt

Die Schönberghalle in Pfullingen befindet sich im rückwärtigen Bereich der von Theodor Fischer entworfenen, denkmalgeschützten Pfullinger Hallen. Das Umfeld ist geprägt von den ortstypischen Streuobstwiesen der Schwäbischen Alb und einer zur Pfullinger Halle hin abfallenden Hangsituation. Die 3-Feld Sport- und Veranstaltungshalle ist zum Teil in den Hang eingegraben, so dass die topographischen Gegebenheiten für die Erschließung des Gebäudes genutzt werden. Es entstehen zwei, auf unterschiedlichen Ebenen gelegene Vorplätze, über die das Gebäude für Sportler und Nutzer jeweils separat erschlossen wird. Der Sportlereingang liegt ebenerdig und niveaugleich mit dem Umkleidebereich sowie der Hallenebene; der Besuchereingang befindet sich auf der oberen Ebene.

Zwischen dem Gebäude und den Pfullinger Hallen wird ein Feld aufgespannt, auf dem alle weiteren, im Freien liegenden Sportflächen kompakt zusammengefasst werden. Die Sporthalle schließt das Sport- und Freizeitareal nach Westen hin vorläufig ab. Die verbleibende Obstwiese bildet eine Pufferzone zur Wohnbebauung im Osten.

Die Fassade besteht aus anthrazit eingefärbten, hydrophobierten Beton-Fertigteilen. Die Eingänge sind durch Flächen aus Eichenholz zeichenhaft hervorgehoben und bieten eine erste Ahnung von der Materialität im Sportraum. In den Erschließungs- und Nebenfläche findet der Nutzer die Farbgebung und die robusten Materialien der Außenfassade wieder. Die Wände und Decken des Sportraums bestehen aus Holzelementen in warmen Farbtönen. Durch den Kontrast des Materials erscheint der Sportraum wie ein Schmuckstück in einer Schatulle. Im Sportraum eröffnet sich durch die bodentiefe Verglasung der Blick auf die Pfullinger Hallen, die wie in einem Passepartout in Szene gesetzt wird. Bei Bedarf lässt sich die Glasfassade mit einem blickdichten Blendschutz vollständig verschließen. Der Gymnastikraum im Obergeschoss ist über ein innenliegendes Fenster visuell mit der Sporthalle verknüpft. In beiden Sporträumen kommt eine akustisch wirksame Lamellendecke zum Einsatz, in die alle Technikelemente und Sportgeräte präzise eingelassen sind. Für die Abhangdecken wurde eigens ein ballwurfsicheres, nicht-brennbares System entwickelt.

Die 3-Feld Sporthalle wird vornehmlich durch die Schulen und Vereine der Stadt genutzt. Die Halle ist als Versammlungsstätte konzipiert, so dass auch größeren Veranstaltungen, Messen und Konzerten Raum gegeben wird. Das Gebäude verfügt über eine leistungsstarke PV-Anlage und erfüllt die Anforderungen an ein Niedrigenergiehaus nach ENEV 2009.